Tochter der Insel


Eine junge Waise macht sich auf den Weg nach Amerika um ihre verschollene Schwester zu finden. Doch bei ihrer Ankunft ist alles so völlig anders als Lea sich es hätte vorstellen können. Ihr Leben ändert sich und auch sie wird über sich hinauswachsen.

Es ist 1854 auf Wangerooge als Leas bisheriges Leben sich schlagartig ändert. Ihre Großmutter stirbt, ihr Zuhause wird ihr weggenommen, sie wird bedrängt und bedroht und ihre große Liebe hat eine Andere. Da findet Lea die von ihrer Großmutter versteckten Briefe ihrer Zwillingsschwester Rebekka. Sie ist außer sich und da sie auf Wangerooge nichts mehr hält plant sie ihre Schwester im fernen Amerika aufzusuchen. Doch der Weg bis zur Abfahrt wird für Lea noch abenteuerlich und ehe sie sich versieht steht ihr eine Freundin fürs Leben an der Seite. Die beiden Frauen machen sich nun gemeinsam auf die Reise. In Amerika angekommen trennen sich vorerst ihre Wege und Lea wird mit einer traurigen Wahrheit konfrontiert. Doch der Bruder von Rebekkas Ehemann versüßt ihr die Zukunft bis sie ihr Geheimnis lüftet. Lea muss nun auf eigenen Beinen stehen und lernen über sich hinauszuwachsen.

rosarot mit Fantasie

Jutta Oltmanns erzählt in ihrem Roman von dem Leben der Lea Brons. Sie ist eine fiktive Person und wird nach dem plötzlichen Tod ihrer Großmutter eine weite Reise auf sich nehmen. Das sie dabei ihre geliebte Zwillingsschwester aufsuchen möchte wird anfangs noch gut transportiert. Doch als sie in Amerika ankommt kommen viele Fragen nach der Nachlässigkeit der Gefühle auf. Das gerade Zwillinge immer ein besonderes Band verbindet berücksichtigt Ortmanns überhaupt nicht in ihrem Roman. Auch Gefühlslagen von Lea werden erst hingebungsvoll geschildert nur um dann passend zur Geschichte an Kühlheit zu gewinnen. Die Geschichte an sich ist unterhaltsam und bereitet vergnügliche Lesestunden, aber Raffinesse oder ein Geschick mit dem Umgang der Protagonisten darf man nicht erwarten. Auch fällt die Geschichte wohl in die Kategorie rosarote Brille denn egal wo Lea ist, ohne Job und eigentlich keinem Vermögen, hat sie immer Geld für Hotels, Essen und anderen Tand. An Echtheit lässt es bei diesem Roman mangeln. Die Geschichte ist auch sonst nur an historische Gegebenheiten gelehnt führt aber keinen Bildungszweck aus. "Tochter der Insel" ist ein leichter Roman für zwischendurch.


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