Der Duft der grünen Papaya


Eine Frau flieht vor ihren Problemen an das andere Ende der Welt und wird dabei in eine uralte Geschichte mit hineingezogen. Ihr Leben, ihre Ehe, das Land, der Wald - alles steht auf dem Spiel und nur sie kann helfen alles abzuwenden.

Gegenwart. Evelyn reist nach schlimmen Ereignissen in Deutschland nach Samoa. Planlos und ohne Unterkunft trifft sie auf Ane, eine Samoarin die mit ihrem Los alles andere als zufrieden ist. Ane erkennt in Evelyn eine gute Gelegenheit Geld zumachen und lädt sie ein bei sich im Haus zu wohnen, mit ihrer Mutter und Tante. Schnell freundet sich Evelyn mit der alten Dame Illi an. Ungewollt offenbart Illi nach und nach ihre Lebensgeschichte vor Evelyn, was der alten Frau sichtlich gut tut. Doch Anes Mutter Moana will Illi um jeden Preis das Leben schwer machen und so will sie das von Illi geliebte Land verkaufen. Illi und Evelyn versuchen Illis Erbe zu retten. Doch der skrupellose Investor schreckt vor nichts zurück um das Land zu bekommen.

Kolonialzeit. Tristan ist als Soldat auf Samoa gelandet. Seine eigentlichen Lebenspläne musste er nach dem Tod seines Bruders verwerfen. Nun ist er hier am anderen Ende der Welt, das Heimatland Deutschland ist fern und damit auch die Zwänge. Doch ganz ist es nicht so. Tristan verliebt sich in Tuila eine Samoarin, allerdings sind Einheimische von den Kolonialherren als Liebchen geduldet, jedoch nicht als Ehefrauen. Doch Tristan widersetzt sich allem, auch wegen den Intrigen von Tuilas Bruder Tupu. Und als Tristan das nicht schon genug zu schaffen macht kommt der Krieg auch in Samoa.

Spannende Geschichte

Die ersten Seiten sind so vor sich hingeplätschert. Ich hatte keine Ansprüche, denn Geschichten die im Jetzt beginnen sind nicht so meins. Doch nach und nach fesselte mich das Buch immer mehr. Die Geschichte nahm mich mit nach Samoa zu Tristan und Tuila und zu Illi. Die Liebe die Illi dem Wald und ihrer Plantage beimisst ist bewundernswert und legt nahe über sinnlose Abholzung und deren folgen mehr nachzudenken. Auf großen Kontinenten wird das getan, aber wie es auf kleinen Inseln aussieht kommt in der Allgemeinheit nicht zum Thema. Diesen Punkt hat Sarah Benedict perfekt mit eingebunden. Man kann wirklich gespannt sein welche Werke die Autorin noch zustande bringt. Denn von "Das Haus der blauen Schmetterlinge" zu "Der Duft der grünen Papaya" hat sie einen enormen Sprung gemacht. Die Charaktere sind eindrucksvoll gestaltet und die Landschaft hübsch beschrieben. Das einzige was offen bleibt, warum und wie kam es dazu das Evelyn nach Samoa gereist ist? War sie am Flughafen und wollte mit dem nächst möglichen Flug weg oder wie kam es dazu? Das ist etwas was ich an diesem Buch kritisieren würde, sonst -TOP-


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