Der Zitronengarten


Das Buch "Der Zitronengarten" hat mich im ersten Moment stark an "Die Liebe des Katographen" erinnert. Beide Romane spielen im altem Deutschland und auch in Italien, jedoch ist das auch die einzige Gemeinsamkeit. Wandert bei "Die Liebe des Katographen" der Held mit einer Frau durch die Badenwüttembergischen Wälder so geht es bei "Der Zitronengarten" um verzwickte Familienangelgenheiten. 

Es ist 1764. Luisa wird von allen nur als graue Maus, die nichts schaffen kann gesehen, niemand hat vertrauen in sie. Dennoch bestreitet sie mit Tatendrang ihr Leben im Handelhaus ihres Vaters bis dieser stirbt. Bei seiner Testamentsverlesung erfährt sie das sie eine Halbschwester hat und ihr jüngerer Bruder Roberto der seit Jahren verschwunden ist das Familienunternehmen erbt. Gleichzeitig steht geschrieben das im Falle eines nicht auffindens des Bruders, der Onkel alle Geschäfte übernehmen soll. Dieser schickt seinen Sohn Pier-Luigi, der verschwenderisch und selbstverherrlichend ist. Er macht Luisa und ihrer Mutter das Leben schwer und führt das Familienunternehmen in den Bankrott. Dann taucht plötzlich Luisas Halbschwester Francesca mit ihrem Kind auf. Francesca ist das genaue Gegenteil von Luisa - laut, energisch, temperamentvoll und zu allem Überfluss schlägt sie sich auch noch auf Pier-Luigis Seite. Es entstehen zwei Fronten im Haus der Familie bis Graziella, Francescas Tochter, entführt und Francesca bei dem Vorfall angeschoßen wird. Sebastian, Luisas große Liebe kümmert sich daraufhin aufopferungsvoll um Francesca, ganz zu Luisas missfallen. Um die Kleine wiederzufinden sehen alle nur eine Möglichkeit -  Francescas Ehemann, ein Rebellenführer, muss gefunden werden. Da niemand außer Luisa entbehrlich scheint, macht sie sich mit dem liebenswerten Bankier der Familie und engen Freund ihres Vaters auf den Weg nach Italien um Francescas Ehemann zu finden und ihren Onkel davon zu überzeugen Pier-Luigi zurückzuordern. Ersteres scheint leichter zu sein als Pier-Luigi jemals loszuwerden. Und dann tauscht auch noch eine Spur auf die Aufschlüsse über Robertos Aufenthalt geben könnte. 

... holpersteine die überwunden werden müssen um eine Wunderbare Geschichte zu erfahren.

Der Einstig in das Buch war für mich etwas holprig. Zwar ist das Buch solide und gut geschrieben, dennoch, die vielen Namen der Personen und wie sie zueinander stehen war etwas viel auf einmal. Rund 20 Personen die in Frankfuhrt oder Italien leben kamen schon bei den ersten 50 Seiten zum Einsatz. Cousin, Onkel, Tante, Ehemann, Ehefrau, Bedienstete usw. jeder schien wichtig zu sein und zu jedem gab es viele Worte zu verlieren. Da braust einem schon etwas der Kopf wenn man jeden Namen immer dem richtigen Stand zuordnen möchte. Nichts desto trotz fand ich das Buch genial! Ich konnte es kaum aus der Hand legen und jede freie Minuten damit verbracht das Buch "auf zu lesen". Die Handlung ist so spannend obwohl teilweise einfach nur Familienszenen dargestellt wurden. Aber jeder Schritt der Figuren war einfach kaum vorhersehbar was das ganze so spannend werden lies. Ich bin überaus froh das ich mich an den Roman ran gewagt habe. Er entspricht nämlich nicht gerade meinem Beuteschema, steh ich doch mehr auf ferne Länder und fremde Kulturen die entdeckt werden wollen. 


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