Die Insel der roten Mangroven


Noras Tochter hat es durch ihre zweifelhafte Herkunft nicht leicht. Zwar ist sie mit einer helleren Haut gesegnet, dennoch meiden die anderen Plantagenbesitzer sie. Als ihre Mutter ein großes Fest für sie ausrichtet soll dass der Startschuss für Deirdres neuer Lebensabschnitt sein.

Jamaika 1753. Nora hat ihr Glück gefunden, an der Seite ihres Mannes Doug Fortnam lebt sie auf einer florierenden Plantage. Sie und ihr Mann haben aus der Vergangenheit gelernt und versuchen den Sklaven auf ihrer Plantage ein menschenwürdiges Leben zu schenken. Ihre Tochter wächst ebenfalls mit diesen Werten auf, ist sie doch auch irgendwie eine Halbsklavin. Denn Noras Tochter Deirdres ist nicht Dougs leibliches Kind. Deirdres entstand bei einer Entführung durch den jungen Sklaven Akwasi.. Doch Doug zieht Noras Kind wie sein eigenes auf. Dadurch hat die junge Deirdres es nicht leichter. Die anderen Plantagenbesitzer meiden sie und dabei ist sie in einem Alter bei dem sich die jungen Herren gerne nach ihr umsehen. Zu ihrem 18. Geburtstag schmeißt Nora daher einen großen Ball für ihre Tochter. Und der Gedanke geht auf, Deirdres verliebt sich in einen jungen gut aussehenden Mann. Victor Dufresne ist ein junger Arzt und Sohn eines reichen Plantagenbesitzers. Nach einer prachtvollen Hochzeit zieht Deirdre zusammen mit ihrer Zofe nach Saint-Domingue zu ihrem Mann. Nach anfänglicher Freude und Neugierde setzt die Langeweile bei Deirdre ein. Der junge Wildfang begeht dabei einen folgenschweren Fehler. Als der junge schwarze Pirat Caesar mit einem Verletzten vor Victors Tür steht zögert er nicht um ihnen zu helfen. Deirdre fühlt sich sofort zu Caesar hingezogen und beginnt während der Heilung seines Kameraden eine Affäre mit dem Piraten. Kann eine Frau zwei Männer lieben? Welche Folgen wird diese Affäre noch mit sich bringen? Währenddessen machen auch noch Giftmorde unter den Weißen die Runde und in den Sklavendörfern ist die Rede von einem schwarzen Messias mit dem Namen Macandal. Da warten schwierige Zeiten auf die Familie Fortnam.

Tolle Fortsetzung

Sarah Lark versteht sich einfach darauf ihre Leser mitzureisen, ihnen das Gefühl zu überbringen mitten in einem fernen Land zu verweilen und die Geschichte hautnah mit zu Erleben. Dieses Kunststück ist ihr auch bei "Der Insel der roten Mangroven" gelungen. Sie vermittelt, wie auch im ersten Teil unverschönt die grauen der Sklaverei. Was Lark in diesem Teil ebenfalls aufgreift sind die Giftmorde und den unter den schwarzen als Helden gefeierten Macandal. Ihre Eindrücke vom Piratenleben erwecken ebenfalls Interesse, wenn auch diese Ausführungen sehr kurz gehalten sind. Die Verzwicktheit der Familien und Abstammungen einiger Menschen sind wie in allen Romanen in denen unterschiedliche Hautfarben aufgegriffen werden Thema. Wer Lust auf ein koloniales Abenteuer hat, ist mit dem zweiten Teil der Karibik-Sage richtig. Die Personen im einzelnen haben alle eine Gewisse Sympathie verdient, wobei Deirdre Verhalten dem ein oder anderen sicher sauer aufstoßen lässt.


Von der Karibik in das heutige Indonesien.

Ein Buch vor dem Beginn des zweiten großen Krieges.