Echo glücklicher Tage


Beide Eltern sterben nur kurz hintereinander und dann brennt auch noch das einstige Wohnhaus. Beth, ihr Bruder und die kleine Molly haben kein leichtes Leben. Doch dann ergibt sich die Chance nach Amerika zu Reisen und ein Abenteuer beginnt für die Geschwister. 

Es ist 1893 in Liverpool, als die junge Beth und ihr Bruder zu Vollwaisen werden. Die Mutter starb im Kinderbett und hinterließ ein süßes kleines Mädchen. Nach einer harten Zeit verstirbt kurz drauf der Vater der Kinder und somit der Versorger. Als dann auch noch das Haus der Familie brennt, verursacht durch miese Brandstiftung, stehen die Geschwister vor dem Nichts. Doch Beth hat Glück und findet eine Anstellung in einem reichen Haushalt. Die Geschwister dürften großzügigerweise dort wohnen. Das Paar kann keine eigenen Kinder bekommen und als Sam, Beths Bruder, die Absicht hegt auszuwandern, bietet das Paar an die kleine Molly bei sich aufzunehmen. Beth die während der Zeit die Mutterrolle der kleinen übernommen hat, hadert lange mit sich, weis aber das Molly es bei dem Paar nicht besser haben könnte. So wird Molly das offizielle Kind des Paares, mit dem Versprechen dass die Geschwister nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Schweren Herzens und mit einem Funken Freude machen die Beiden Geschwister, Sam und Beth, sich auf dem Weg nach Amerika. Die Reise ist lang und so finden sie in dieser Zeit zwei Kammeraden. In New York angekommen entwickelt sich nicht alles für die Geschwister so wie erhofft. Als dann in Alaska Goldfunde bekannt werden, ziehen Sam, Beth und ihre beiden Freunde gemeinsam dorthin. Die Reise ist lang und beschwerlich und hält viele schöne wie tragische Momente für die Truppe bereit. Beth verliebt sich während langen gemeinsamen Zeit mit den Männern, in einen von ihnen. Doch ob er der Richtige ist muss sich noch zeigen.

Wer nah am Wasser gebaut ist, für den ist das Buch eine wirklich berührende Geschichte. Lesley Pearse verzückt mit tragischen Ereignissen auf die immer wieder Lichtblicke folgen. Die Geschwister durchleben ein Auf und Ab des Lebensglücks und finden sich schlussendlich in Alaska wieder. Die Reise mit ihren Freunden hinterlässt Spuren in Beth so jungen Leben. Betrachtet man einzig Beth weint einem das Herz. Erst stirbt die Mutter im Kinderbett, dann muss sie das kleine Geschwisterchen versorgen wie eine Mutter und zu guter letzt alleine unter Männern in einem fremden Land sich behaupten. Ihr Leben ist nicht einfach und man wünscht ihr einfach Glück und eine Wendung. Doch die Autorin hat viele Pläne mit der jungen Beth. 

Der Roman hat mich wirklich berührt und einen dicken Stich bei einer Szene versetzt, die ich nicht nennen werde, um euch nicht zu viel vorweg zu nehmen. Lesley Pearse schreibt kompakt, zügig und lässt Drama, Romantik und Abenteuer aufleben. Ein perfekter Roman für die kühleren Herbsttage die auf einen heißen Sommer folgen.


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