Insel der blauen Lagunen


Der Klappentext hat mich ehrlich gesagt nicht so mitgerissen. Er war einfach stupide, das typische Klischee. Eine Heldin, eine Tragödie und eine Feindin, dazu noch ein Geheimnis und das Buch hat sich angehört wie viele. Dennoch das Cover und auch der Reiz etwas über die Karibik zulesen haben mich dazu bewogen das Buch von Linda Belago mitzunehmen.

Und schaue mal da. Das Buch hat mich so gepackt das ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ehrlich, wer den Text auf der Rückseite verfasst hat sollte sich schämen. Teilweise hat er gar nichts mit der Geschichte gemein oder nur im entferntesten Sinne..

So muss ich euch vorweg miteilen das es weniger die Entrigen von Arletta DeJong sind die Lijanne zuschaffen machen. Es ist viel mehr der Größenwahn von ihrem Gatten. Auch das angebliche große Geheimnis tägt nicht Arletta mit sich, sondern Lijannes Mutter. Ich finde das sind Punkte die richtig gestellt werden sollten.

Nun zur Geschichte. Es war einmal (das muss einfach sein, es passt so gut) ein junges Mädchen. Ihr Name war Lijanne. Lijanne war jung, hübsch und strebte nach mehr als einer einfachen Famerstochter dasein. Ihr Vater mit roter Haut, Ihre Mutter mit weißer, lebten sie ein Dasein abgeschottet von dem regen Leben der Bewohner von Aruba. Lijanne war fleißig und tüchtig, und wollte unbedingt zur feinen Gesellschaft dazu gehören. Ihre einzige Chance sah sie darin auf das Mädcheninternat von Curacao zu gehen. Ihr Eltern sträubten sich erst bis sie dem Wunsch ihrer Tochter doch nach kamen. Lijanne konnte zur Frauenschule gehen und wurde mit einer Welt konfrontiert die sie so nicht kannte. Als Einstand in die Schule musste nicht nur ordentlich gezahlt werden, nein auch eine Sklavin musste her. Lijanne die in eher bescheidenen Verhältnissen aufwuchs war das Neu. Auch lernte sie schnell das Plantagebesitzer immer bevorzugt wurden und man Ihnen mit Würde begenen musste. So fiel sie, die keine Ahnung davon hatte, schnell bei der einflussreichen Arletta DeJong in Ungnade. Lijanne trat daher in so ungefähr jedes Fettnäpfchen das ging. So schnappte sie zur letzt auch noch Arletta ihren Zukünftigen vor der Nase weg. Johann und sie heiraten sehr bald und das Leben sollte man meinen könnte nicht schöner sein. Doch dann geschah ein Unfall der Lijanne aus ihrem bisherigen Leben riss. Johann ihr noch so junger Ehemann stirbt und sie bleibt alleine mit einer Plantage, 100erten Sklaven und keiner Ahnung wie es weiter gehen soll zurück. Nur schwer findet sie wieder zurück zum Leben, wird dabei aber von ihrer Mutter und zwei Landvermessern, Servon und Marinus Valk, unterstützt. Doch nun wo Johann Tod ist und die Befreiung der Sklaven zum Greifen nah, versucht Rickern Lijanne mit allem was geht fertig zu machen um an ihr Land zu kommen. Selbst ins Gefängnis lässt er sie stecken..

Kurzum: Die Geschichte handelt von einer jungen Frau die einen schwierigen Lebensweg beschreitet, größtenteils ohne Freunde und Familie. Sie erlebt schreckliches, aber noch schrecklicher findet sie die Grauen die den Sklaven angetan werden. Weshalb sie sich für derer Leben einsetzt, auch wenn ihr selbst Gefahren drohen. Überallem schwebt dann noch der Kampf den sie mit Rickern ihrem Nachbarn austrägt und dem sie Näher zu sein scheint als ihr wohl ist.


Der Roman erinnert mich stark an die Insel der tausend Quellen von Sarah Lark, weshalb er mich vermutlich auch so mitgenommen hat.


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