Das Tal der goldenen Flüsse


Der erste Roman von Ambers Geschichte spielte überwiegend in Indien und beschrieb Mystik und buddhistischen Glauben. Es gab tolle Einblicke in das Wissen eines Mönches und nahm einen mit auf eine fiktive Reise durch England, Ägypten und Indien mit realen Fakten der Geschichte. Nebenbei spielten Lexie, Malcolm, Camden und Rhys eine nicht unbedeutende Nebenrolle.

Nun im zweiten Teil geht Ambers Leben ohne großen Zeitsprung weiter. Bevor ich weiter schreibe und ihr weiter lest finde ich es sehr wichtig zu betonen das dies der zweite Teil ist. Wer sich die Spannung nicht nehmen lassen will, denn die wird leider automatisch genommen wenn man vom zweiten Teil spricht, sollte an dieser Stelle aufhören weiter zu lesen und erst seine Freude am ersten Teil haben. (Hier klicken)

Nun aber zu Teil 2..

Amber ist wieder in England und das mit ihrem neun Ehemann Rhys. Die Beiden sind ein totaler Wirbelwind, sie lieben sich einfach und das wird auch mehrfach betont. Camden steht kurz davor Vater zu werden und freut sich so gar nicht darauf, steht ihm der Sinn doch eher nach männlicher Zuneigung. Ambers Vater und Stiefmutter sind wohl auf, sowie Ambers Halbbruder Francis der noch eine Wendung in Ambers Leben heraufbeschwören wird. Malcolm ist auch wieder nach England zurückgekehrt und hat ein florierendes Unternehmen auf die Beine gestellt. Was genau aus Lexie wurde kann ich nicht sagen, da sie leider mit keinem Wort erwähnt wird.

Das Buch teilt sich in zwei Teile auf.

Nun da Ambers erste Ehe kinderlos blieb und sie auch nach langer Zeit mit Rhys nicht schwanger wird nimmt sie an unfruchtbar zu sein. Zu diesem Zeitpunkt kommt sie mit Fassung damit klar. Doch dann wird Amber doch schwanger, aber so richtig zu freuen scheint sie sich anfangs nicht. Es steht eine Amazonas Expedition bevor an der sie gerne teilnehmen würde, nur mit einem Neugeborenen ist das nicht machbar. Sie findet sich damit ab und unterstützt Rhys dennoch so gut es geht bei den Vorbereitungen. Parallel dazu hilft sie ihrer alten russischen Freundin und ihrem indischen Freund dabei ein Waisenhaus zu eröffnen. Währenddessen spürt Amber immer wieder böse Schmerzen im Bauch und redet sich ein dass das wohl das Kind sei das sich bewegt. Bis es zu spät ist ... Amber verliert ihr Kind und bekommt nun die Diagnose vom Arzt wirklich unfruchtbar zu sein. Rhys der plötzlich von der Expetition ausgeschlossen wird und mit dem Verlust seines zweiten Kindes zurecht kommen muss, ist mit der starken Melancholie seiner Frau gänzlich überfordert. Doch mit Amber sieht es noch schlimmer aus. Sie zerbricht am Verlust und trennt sich von Rhys.

Zwischenzeitlich kommt ein neuer Mann in die Runde. Cauré ist Indianer der mit seinem Stamm im Urwald lebt. Bei seinem Stamm dreht sich viel um die Geister des Waldes und darum mit ihnen in Verbindung zu treten. Cauré gehört eigentlich nicht richtig zum Stamm in dem er lebt. Der Stammesführer nahm ihn als Baby auf und außerdem als seinen Sohn an. Caurés Halbbruder ist er deshalb schon immer ein Dorn im Auge da ihr gemeinsamer Vater Cauré bewusst bevorzugt. Eines Tages findet und rettet Cauré einen geistlichen der Weißen. Dieser bringt nur Unheil über Caurés Volk. Cauré und der Weiße werden dafür verantwortlich gemacht die Geister provoziert zu haben, weshalb eine Krankheit ausbricht und viele Menschen mit sich nimmt. Aus diesem Grund muss Cauré mit dem Weißen seinen Stamm verlassen um den Weißen wieder zu seinem Volk zurückzubringen. Auf diesem Weg findet Cauré seine Liebe und die Frau aus seinen Träumen.

Camden ist mittlerweile Geschäftsführer der Spinnerei und Vater eines Sohnes. Er besitzt ein Haus mit wunderschöner Parkanlage und führt eine Ehe mit einer hübschen klugen Frau. Eigentlich könnte er sich glücklich schätzen, aber das kann er nicht. Er beginnt seinen Neigungen nach zu gehen und fängt daher eine Affäre mit dem Stallmeister an. Eines Tages kommt ihm die Erkenntnis das er seiner Frau ein besserer Ehemann sein möchte. Woraufhin er seine Beziehung zum Stallmeister beendet und Beatrice wieder mehr Beachtung schenkt. Doch dann taucht plötzlich Malcolm auf und alte Gefühle flammen auf. Bei Camden steht alles Kopf, ist er durch die englischen Gepflogenheiten gebunden.

Weiter geht die Reise. Auf dem Schiff Richtung Amazonas tauchen der unberechenbare Kautschukbaron Tiago und seine liebenswerte Tochter Miou auf. Beide spielen im zweiten Teil des Buches eine wichtige Rolle. Auch Herr Stix bekommt ab dann mehr Aufmerksamkeit. Und was nun genau mit Rhys und Amber los ist, nunja das verrate ich euch nicht ;)

Es sei gesagt dass das Ende des Buches Indiana Jones Charme besitzt.

Wie ihr seht ist Amber wieder mal nicht der alleinge Star. Sie teilt sich ihre Position mit einigen Gefährten. Erst in Endland läuft ihr Bruder ihr etwas voran und später im Amazonas machen ihr Miou und Cauré den Platz streitig. Auch Rhys macht als Romantiker und ewiger Realist eine gute Figur. Alles in allem hat das Buch an Charakteren alles zu bieten was das Herz begehrt. Klar schüttelt man bei einigen Reaktionen der fiktiven Personen den Kopf, aber das ist wohl im realen Leben genauso. Das Abenteuer das Frau Mennen ihren Figuren diesmal aufbührt ist außerordentlich facettenreich. Das Buch hält Liebe, Trauer, Geschäftssinn, Fakten, Mystik, Abenteuer, Mord, Skrupelosigkeit und Glück bereit. Da sollte doch für jeden etwas dabei sein. Ich muss vielleicht noch anmerken dass der Teil der in England handelt für den ein oder anderen vielleicht nicht das größte Interesse wecken wird. Ich fand es zwar interessant viel über England und allem drumrum zu erfahren, aber kurzzeitig wurde ich auch müde von der enge in England zu lesen. Dagegen ist der zweite Teil im Buch sehr sprunghaft und offen. Man ist kurz in Portugal, auf Inseln und reist dann mit den Figuren immer tiefer in den Amazonas. - empfehlenswert -

Das Buch liest sie genauso gut und prachtvoll wie das erste. Patricia Mennen versteht es einfach seine Leser in eine Welt voll Abenteuer und Phantasie zu führen. 


Thema Indien

Ein schöner Roman über Geheimnisse und einer Frau zwischen zwei Männern.