Tal der tausend Nebel


Die junge Elisa und ihre schwache Mutter landen auf Kauai nach dem Tod des Vaters. Elisas Heirat soll die beiden Frauen sichern. Doch auf Kauai angekommen wird Elisa von einem Hai angegriffen. Ein junger Hawaiianer kommt ihr zu Hilfe. Sie überlebt, doch die Hochzeit fällt ins Wasser. Wie soll Elisas Zukunft nun aussehen mit solch einem Markel?

Es ist 1894 als Elisa mit ihrer kränkelnden Mutter vor der hawaiianischen Insel Kauai ankommt. Die lange Überfahrt haben die Beide gemeistert. Doch als das Beiboot zu Wasser gelassen wird, ist Elisa unvorsichtig und fällt ins Wasser. Der dunkle Schatten der sich zuvor abgezeichnet hat entpuppt sich als Hai. Es dauert nicht lange da zieht dieser Elisa in die Tiefe. Die Seemänner starr vor Angst und ohne Begabung im Schwimmen rühren sich nicht. Doch die Beiden Hawaiianer am Strand setzen sich in Bewegung. Kelii und sein Vater retten Elisa das Leben, aber nicht vor der Tatsache dass die anberaumte Hochzeit nun nicht mehr stattfinden wird. Elisa und ihre Mutter erbten zwar die Hälfte der Plantage auf der sie nun sind, aber dadruch das sie nur Frauen sind hat Elisas Onkel die alleinige Verfügungsgewalt. Wie soll es nun mit Elisa weiter gehen? Mit ihrem vom Biss des Haies entstelltes Bein lässt sich kein Heiratskandidat mehr finden. Doch der junge Kelii gibt Elisa Mut und hilft ihr sich wieder völlig zu erholen. Was für ein Abenteuer dann wohl noch folgt?

Maja ist im Jahr 2012 auf einem Lehrseminar in Nizza. Ihre hawaiianischen Wurzeln sind ihr sehr unbekannt da ihr Vater nicht darüber spricht. Als sie Keanu kennenlernt, ebenfalls Teilnehmer des Seminars, weis Maja nicht auf welche Gefahren sie sich einlässt. Böse Menschen haben es auf etwas ganz bestimmtes abgesehen, was Maja in höchste Gefahr bringt. Doch Keanu ist zur Stelle und steht seinen Mann. Die Beiden würden zusammenfinden wenn nicht jeder in seiner Heimat seinen Partner hätte mit ausstehender Heirat im Blick. Maja ist erschüttert von allen Ereignissen und kommt erst langsam auf die Spuren die dahinter stecken. Ihr Weg führt sie nach Hawaii - ob sich rechtzeitig ankommt?

Ja, das Buch kommt einem Krimi gleich und weniger einer historischen Liebesgeschichte, aber eigentlich ist es Beides. Noemi Jordan fasst das Vergangene und das Neue zusammen. Sie gibt Einblicke in die hawaiianische Kultur, mit all ihren Herrausforderungen für diese Menschen. Denn für uns ist die zurückliegende Unterdrückung von Afrikanern oder Indianer ein gäniger Begriff, aber das die Hawaiianer ebenfalls bis heute für eine Gleichberechtigung kämpfen weis in Europa wohl kaum jemand. Die Preise für Grund und Boden steigen auf den Inseln so schnell und hoch das viele Einheimische nichts außer Verkaufen können. Große Hoteliers freuen sich darüber. Man kann diesbezüglich sicher von einer Art "Mafia" reden die es auf Land abgesehen hat. Aber zurück zum Buch. Wie ihr seht geht Jordan hier auf politische Themen ein und das mit einer Geschichte, die die Traditionen von Hawaiianern mit aufgreift. Solche übernatürlichen Dinge wie sie im Buch beschrieben werden sind in vielen Kulturen vertreten. Patricia Mennen greift in ihrer Afrika-Saga ähnliches auf. Ich muss allerdings zugeben das mir persönlich Szenen aus dem hier und jetzte weniger zusagen. Durch dieses Springen der Zeiten war ich anfangs irritert, konnte dann aber den Zauber erfassen und mich besser auf das Buch einlassen. Ich denke auch das man genau das machen muss - sich auf diese andere Art Geschichte einlassen. Denn den Spagat der Zeiten so harmonisch ausklingen zu lassen ist wohl auch ein Kunststück.


Hawaii im Krieg

Die Geschichte von Elisa und Kelii nimmt eine Wendung